Umwelt- und Naturschutz

Umwelt- und Naturschutz

Projekte im Umwelt- und Naturschutz

Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich Familie Dohle zum Schutze der heimischen Natur. In dieser Zeit wurden mehr als 500 Projekte lokaler Naturschutzvereinigungen gefördert – für den Artenschutz, den Biotopschutz und in der Umweltbildung.

Im Fokus der Förderung stehen kleinere Initiativen an der lokalen Basis des Naturschutzes. Sie werden oftmals von begeisterten Einzelkämpfern mit sehr großem Engagement vorangetrieben und sind meist zu klein, um an öffentliche Fördertöpfe zu gelangen. Diese bilden in der Summe und Breite aber das Rückgrat des Naturschutzes in Deutschland. In diesem Umfeld wirkt die unbürokratische Förderung immer wieder wie ein Rettungsring.

Neben der Breitenförderung bilden ausgewählte, größere Artenschutzprojekte den zweiten Förderschwerpunkt, so z.B. die erfolgreiche Wiederansiedlung des vor 80 Jahren ausgestorbenen Maifisches im Rhein, die von der Familie Dohle im Jahre 2003 initiiert wurde. In diesem Förderschwerpunkt nehmen die Arten Stör, Luchs, Großtrappe und Waldrapp einen hohen Stellenwert ein.

Bei Fragen können Sie sich an Christoph Heider wenden (02241/122-150 oder über das Kontaktformular).

Studie „Luchse in NRW – Regionale Perspektiven und europäische Verantwortung“

„Bis 2020 sind Braunbär, Luchs und Geier in den bayerischen Alpen wieder heimisch, der Luchs auch im Mittelgebirge“, heißt es in der Nationalen Strategie der Bundesregierung zur biologischen Vielfalt (BMUB 2007). Durch aktive Wiederansiedelungsprojekte konnte der Luchs in Deutschland mittlerweile zwar wieder heimisch gemacht werden, jedoch beschränkt sich das dadurch entstandene, geringe Vorkommen nur auf ganz wenige und isolierte Teilpopulationen. Ein dauerhaftes Überleben dieser hierzulande im 18. Jahrhundert ausgerotteten Art ist damit noch immer nicht gesichert. Darum unterstützen wir seit 2014 die Wiederansiedlung des Luchses im Pfälzerwald. Dieses LIFE+-Projekt unter Federführung der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz sieht die Umsiedlung von insgesamt 20 wilden und teils verwaisten Luchsen aus dem Schweizer Jura und den slowakischen Karpaten bis 2020 vor.

Seit vielen Jahren befassen wir uns auch mit der Situation des Luchses in Nordrhein-Westfalen – so z.B. im Rahmen einer 2011 von Manfred Trinzen erarbeiteten Machbarkeitsstudie. Hier gab es in jüngster Zeit immer wieder Luchsnachweise (2015/2016 im Arnsberger Wald, 2014-2016 im Kreis Höxter und 2008-2016 im Teutoburger Wald), so dass es scheint, als könnten aus dem Harz stammende Luchse nach und nach auch in Nordrhein-Westfalen einwandern.

Im Rahmen der nun erschienenen Studie „Luchse in NRW – Regionale Perspektiven / europäische Verantwortung“ werden diese Wanderbewegungen der Luchse beleuchtet, das Potential dieses westlichsten Bundeslandes für den Luchs wird aufgezeigt und gleichzeitig schaffen Dr. Christine Thiel-Bender und Christoph Heider mit ihrer Untersuchung eine Diskussionsgrundlage für die mitteleuropäische Vernetzung der Luchsvorkommen.

 

Hier können Sie die Studie herunterladen:

 ⬇️  Luchse-in-NRW_Thiel-Bender-und-Heider_2017.pdf